Die Nasennebenhöhlen sind anatomisch rechts und links der Nase angesiedelt. Es gibt verschiedene Gründe für eine Kieferhöhlenentzündung. Wir nehmen eine Kieferhöhlenoperation vor, wenn die Entzündung von den Zähnen ausgeht – durch Zystenbildung oder im Kiefer verbliebene Zahnwurzelreste oder Wurzelfüllstoffe. Um die Ursache der Kieferhöhlenentzündung zu verifizieren, fertigen wir im Vorfeld immer eine 3D-Bildgebung (DVT) an, um die Ausdehnung und Lage zu bestimmen.

Wie wird eine Kieferhöhlenoperation durchgeführt?

Ist die Ursache ein entzündeter Zahn, führen wir eine mikroskopische Wurzelspitzenresektion aus. Hierbei eröffnen wir minimalinvasiv die Kieferhöhle und entfernen mit dem OP-Mikroskop unter optischer Vergrößerung das Entzündungs- bzw. Zystengewebe aus der Kieferhöhle. In manchen Fällen ist die Zyste in der Kieferhöhle autark und ohne Verbindung zu einem Zahn. In solchen Fällen wird mithilfe moderner Methoden mit dem Piezotom (Ultraschallchirurgie) ein Knochenfenster zur Kieferhöhle angelegt und die Zyste mit Spezialinstrumenten aus der Kieferhöhle entfernt. Der entnommene Knochendeckel wird im Anschluss wieder vollständig zurückgeklappt. Dieses Verfahren ist letztlich nur mit moderner Ultraschallchirurgie möglich.

Kieferhöhlenoperation in der Übersicht

OP-Dauer

zwischen 25-45 Minuten (abhängig von Anzahl der Wurzeln)

Betäubung

örtliche Betäubung, Sedierung oder Vollnarkose

Nachkontrolle / Nachbehandlung

Kühlung für ca. 3 Tage

Entfernung der Fäden

nach ca. 7-14 Tagen

Sportliche Aktivität

1 Woche pausieren

Kost

weiche Kost

Medikation

Analgetikum und Antibiose wird von uns indikationsgerecht verordnet

Ergänzende Medikation

bei Bedarf Bromelain zur Schwellungsreduktion

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